Psychotherapie


Warum Psychotherapie bei Schmerzen?

Schmerzen führen zu einer Veränderungen der Stimmung, der Gedanken und in der Einstellung. Diese Veränderungen verstärken wiederum den Schmerz – er wird schlimmer. Chronische Schmerzen werden oft zum Mittelpunkt des Lebens und können zu negativen Veränderungen in Beruf, in der Familie und dem übrigen privaten Umfeld führen.

Die Psychotherapie hat zum Ziel

  • den Teufelskreis zwischen Schmerzen, Depressionen und Hilflosigkeit zu durchbrechen
  • dem Patienten emotionale Unterstützung zu bieten
  • psychische und soziale Folgen des Schmerzes zu lindern
  • ihm eine Anleitung in aktiver Krankheitsbewältigung zu geben
  • das Leben mit dem Schmerz erträglicher zu gestalten
  • trotz bestehender Schmerzen die Lebensqualität zu verbessern

Ein wesentliches Element der Therapie ist das Verstehen der oft komplexen Symptomatik im Zusammenhang mit der aktuellen Lebenssituation und der biographischen Entwicklung. Im weiteren Verlauf der Therapie lernt der Patient zunehmend selbst Kontrolle über den Schmerz zu bekommen.

Sie werden angeleitet, wie Sie trotz vorhandener Schmerzen Ihr Leben aktiver gestalten können und damit durch Freude und Genuss wieder eine emotionale Befriedigung im Alltag erleben können. In den Therapiestunden werden Sie durch Entspannungsübungen und Imaginationen unterstützt, die ein angenehmes Erleben fördern und den Schmerz zumindest zeitweise ausblenden.

Die Psychotherapie arbeitet mit

  • einer Kombination aus Gespräch, Entspannung und Imagination
  • der Analyse möglicher Schmerzauslöser und Schmerzverstärker
  • dem Erlernen von Verfahren zur aktiven Schmerzkontrolle und Distanzierung vom Schmerz
  • dem Erlernen von Methoden, die anderen Dingen als dem Schmerz wieder Raum im Leben geben

Was bringt die Psychotherapie

  • Schmerzreduktion zwischen 30 und 40 %
  • Bessere Distanzierung von Schmerzen
  • Verringerung von Depressivität
  • Verringerung von Ängstlichkeit
  • Deutliche Zunahme der Aktivität
  • Verstehen der Schmerzsymptomatik im Zusammenhang mit der aktuellen Lebenssituation und der biographischen Entwicklung
  • Richten des Fokus auf Genuss und Lebensfreude
  • Ersetzen der Hilflosigkeit und Passivität durch ein konkretes Aktivitätsmanagement

Psychotherapeutische Verfahren sind keine „Wundermittel“ und werden in der Schmerztherapie nicht allein eingesetzt. Sie sind im Regelfall Teil eines Gesamtkonzepts.

Bei der Psychotherapie liegt die Hauptaktivität beim Patienten, der zum Experten im Umgang mit seinen Schmerzen wird.